Was kommt nach Zoom & Co?

Mittlerweile liegen – zusammengerechnet – viele Tage, vielmehr Monate Zoom & Webex etc. hinter mir. War am Anfang die Handhabung der Plattformen die Herausforderung, lag später der Fokus darauf, die Termine durch planvolle Abläufe und Tools effektiver und interaktiver zu gestalten. Mit der Zeit sind auch immer häufiger die Schwachstellen sichtbar geworden. Deshalb beschäftigt mich die Frage, wohin sich Webinarplattformen entwickeln und wann es Zeit wird, auf neue Tools zu setzen.

1. Integration des Videochats in Arbeitsplattformen

Eine der Entwicklungen von Videochats ist jene, Videochats mit Arbeitsplattformen zu integrieren, um so Meeting und Dokumentation und Nachbereitung an einem Ort zu vereinen. Zwei Beispiele, ergänzt mit eigenen Erfahrungen.

a. Beispiel Miro

Immer mehr Tool-Plattformen, wie z.B. Miro (miro.com, ein Online-Whiteboard zur Zusammenarbeit in Echtzeit) bieten mittlerweile integrierte Videochats an, mit dem Vorteil, dass Teams, die sich regelmäßig treffen, auch die gesamte Dokumentation und Nachbereitung über dieses Werkzeug abbilden können.

Miro Videochat

Screenshot: miro.com

Meine eigene Erfahrung zeigt, dass bei der Nutzung von Zoom + Bildschirmübertragung + Miro-Nutzung die Internetverbindung an ihre Kapazitätsgrenze kommt und die Mironutzung stark verlangsamt, deshalb ist es sinnvoll, durch den Einsatz des Videochats direkt in Miro die Datennutzung zu verringern. Zumindest bei kleineren Teams ist das gut möglich.

b. Beispiel MS Teams

Das Paradebeispiel für einen integrierten Videochat stellt MS Teams dar, auch hier ist die Live-Konversation eingebettet in eine Anwendung in dem Dateiverwaltung, Chat, Todo-Liste, Kalender etc. in einem Werkzeug integriert ist.

Seit einigen Wochen nutzen wir im red-ma Team statt Zoom als Austausch und Videochat-Plattform MS Teams. Es ist unser Ziel, dass auch unser Cloudspeicher, Slack, als Doku- und Chatplattform und Signal durch die integrierte Arbeitsumgebung in MS Teams ersetzt wird. Es braucht einige Zeit, bis alle notwendigen Elemente (ToDo-Liste, Kalender, Lob-App…) integriert und am richtigen Ort auffindbar sind. Und es braucht Zeit, bis sich alle Teammitglieder daran gewöhnt haben, die Kommunikation und Dokumentation über Teams umzusetzen. Aber die Zwischenergebnisse sind vielversprechend.

c. Beispiel Zoom

Im letzten Zoom-Update (April 2022) hat Zoom ein eigenständiges Whiteboard integriert, das eingeladene Nutzer:innen auch außerhalb eines Zoom-Meetings nutzen können, mit den gängigen Funktionen. Allerdings ist die Nutzung des Whiteboards auf Personen beschränkt, die in der Zoom-Installation Zugang haben. Das mag für Organisationen super sein, für Trainer:innen oder Berater:innen, die Kunden zur Zusammenarbeit einladen möchten, funktioniert das, meiner Erfahrung nach, bis jetzt nicht.

Zoom Whiteboard

Screenshot Zoom App Microsoft Windows: Zoom.us

Zum Teil 2: Trends bei Events etc.

Angelika Güttl-Strahlhofer

 

Menü